Tatsachen über Kunsttherapie

Das Wort “Kunsttherapie” kann abstrakt klingen. Viele Menschen wissen nicht viel über ihren Ursprung, ihre Prinzipien und ihren Zweck. Das kann leicht unzählige Missverständnisse schaffen.

Hier stelle ich ein paar Fakten über die Kunsttherapie vor.

Kunsttherapie hat viele Verwendungen

Kunsttherapie steht für Selbstverständnis, emotionale Veränderung und persönliches Wachstum.

Kunsttherapie bedient ein weites Feld und wird auf einer Vielzahl von unterschiedlichen Personen angewendet. Es werden Menschen in jedem Alter behandelt, von Kindern bis zu alten Menschen.

Kunsttherapeutische Behandlung erfahren z. B. Klienten in der Psychosomatik, Neurologie, Psychiatrie, Einrichtung für behinderte Menschen, Onkologie und im Hospiz.

In meiner Privatpraxis helfe ich Klienten in der Kunsttherapie, Emotionen zu verarbeiten und persönliches Wachstum zu gewinnen.

Meine Rolle als Kunsttherapeutin ist, Menschen zu helfen, sich zu erforschen und sich authentisch durch Kunst auszudrücken.

Das hilft meinen Klienten Entlastung von überwältigenden Emotionen, Krisen oder Traumata zu finden.

Sie können Einsichten über sich selbst entdecken, ihr Wohlbefinden erhöhen, ihr tägliches Leben durch kreativen Ausdruck bereichern oder persönliche Transformation erleben.

Der kunsttherapeutische Prozess hat die Macht, das Selbstverständnis eines jeden Menschen zu erweitern, um zu Einsichten zu gelangen, die über das Bild und die dazu gehörigen persönlichen Geschichten sichtbar werden und nicht über andere Mittel verfügbar sind.

Die persönliche Bedeutung in den Bildern zu finden, ist oft Teil des Kunsttherapieprozesses. Für manche Menschen ist es eine der stärksten therapeutischen Qualitäten des Kunstausdrucks. Es ist eine kraftvolle Art, sich selbst zu erkennen und eine starke Form der Heilung.

Kunst als Therapie geht zurück bis zu den 40er Jahren.

Margaret Naumburg, war eine Erzieherin und Therapeutin und definierte die Kunsttherapie als erstes als eine besondere Form der Psychotherapie. Oftmals wird sie als Begründerin der Kunsttherapie bezeichnet. Sie war stark von Freud (Psychoanalyse, Unbewusstes, etc.) beeinflusst.

Kunsttherapie konzentriert sich auf die “innere Erfahrung”.

Kunsttherapie fordert auf, die inneren Erfahrungen zu erforschen. Es geht um Gefühle, Vorstellungen und Vorstellungskraft. Während Kunsttherapie Lernfähigkeiten oder Kunsttechniken beinhalten kann, liegt der Schwerpunkt in erster Linie auf der Entwicklung und dem Ausdruck von Bildern, die aus dem Inneren der Person kommen, anstatt denen, die er oder sie in der Außenwelt sieht.

Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten

Kunsttherapeuten müssen einen Diplom/Master-Abschluss haben, von den verschiedenen deutschen Universitäten mit verschiedenen Ansätzen, um der psychotherapeutischen Arbeit mit den Klientinnen und Klienten gerecht zu werden. Außerdem hat sich die Zusammenarbeit von Kunsttherapeuten in einem multiprofessionellen Team mit Diplom Psychotherapeuten, Diplom Sozialarbeitern und Ärzten in Kliniken oder Institutionen als erfolgreich bewährt. Ebenso gibt es Zusatzqualifikationen für andere Berufe zur Kunsttherapie, wie z. B. für Psychotherapeutin, Heilpraktiker.

Diplom Kunsttherapeuten können als künstlerische Therapeuten dem Deutschen Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie (DFKGT) beitreten, der nur Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten (Universitäten: Diplom, Master oder mit einem vergleichbaren Abschluss) anerkennt und als Mitglieder aufnimmt, die einem hohen Ausbildungsniveau unterliegen.

In Deutschland werden einige  kunsttherapeutische Zusatzqualifikationen für Menschen aus anderen Berufen angeboten, die oft an Wochenenden und Intensivkursen über mehre Tagen angeboten werden und meist 1 oder 2 Jahre dauern. In guten Instituten bekommen die Teilnehmer/innen in Verbindung mit Selbsterfahrung ein kunsttherapeutisches und künstlerisches Wissen vermittelt. Hier gibt es verschiedene Konzepte, die durchaus ein fundiertes künstlerisches und psychotherapeutisches Wissen vermitteln, was sich schon in der Praxis bewährt hat. Ich doziere in der AG-Kunsttherapie (www.ag-kunsttherapie.de).

Die amerikanische Kunsttherapie-Vereinigung (AATA), eine nationale Organisation von Kunsttherapeuten, die 1969 gegründet wurde, verlangt, dass Kunsttherapeuten in den USA einen Masterabschluss in der Kunsttherapie besitzen. Z. B. in New York sind diese als kreative Kunsttherapeutinnen und -therapeuten lizenziert.

In Deutschland studieren die meisten Diplom/Master Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten zusätzlich Psychologie, Pädagogik, Soziologie und Philosophie, sowie künstlerische Techniken. Sie weisen am Ende des Studiums ein Kunstportfolio auf, das die Studienkenntnisse in Zeichnung, Skulptur und Malerei zertifiziert nachweist.

 Kunsttherapeuten verwenden eine Vielzahl von Techniken.

Neben der Schaffung von Kunst werden die Klienten von den meisten Therapeuten ermutigen über ihre Bilder in der Therapie zu sprechen, weil dies bei der Entdeckung von Einsicht und Bedeutung hilft.

Der Klient kann auch etwas über sein Bild schreiben und Dank dieser Hilfe in Kommunikation mit dem Bild treten.

Viele verwenden eine Technik namens aktive Phantasie, die von Carl Gustav Jung geschaffen wurde. Grundsätzlich nutzen die Klienten ihre Imaginationen, um andere Gedanken oder Gefühle, die spontan in ihren Köpfen kommen, frei zu assoziieren. Das Ziel ist es, den Klienten ein tieferes Verständnis und Wachstum zu vermitteln.

Christine Hayashi
Diplom Kunsttherapeutin (Heilpädagogin)
Heilpraktikerin (Psychotherapie)

www.christinehayashi.de